News Bundesvereinigung


Gemeinsame Pressemitteilung von VDR und RiH, 2. Mai 2016:
Initiative zur Kooperation von RiH und VDR

Die Präsidenten der Bundesvereinigung Restaurator im Handwerk e.V., RiH, und des Verbandes der Restauratoren e.V., VDR, Bernd Jäger und Dr. Jan Raue, informieren darüber, dass die Verbände eine Facharbeitsgruppe zur Kooperation der Restauratoren/-innen und der Restauratoren/-innen im Handwerk ins Leben gerufen haben. Die RiH vertritt die Restauratoren/-innen im Handwerk, die als Meister/-innen in ihrem jeweiligen Gewerk eine in der Handwerksordnung geregelte Zusatzausbil-dung erfolgreich absolviert haben. Der VDR vertritt die Restauratoren/-innen, die sich über das Stu-dium ihrer Fachrichtung an einer Hochschule für die Berufsausübung qualifiziert haben. Wie sich daraus ableitet, haben beide Berufsgruppen zwar benachbarte, dennoch unterschiedliche, nämlich einerseits gewerblich-handwerkliche, andererseits freiberuflich-wissenschaftlich definierte Aufga-benfelder. Sie begegnen sich in der Praxis in kollegialer und produktiver Weise. 

Das angehängte Papier beschreibt und begründet die Initiative beider Verbände. Ziel ist es, aus der spezifischen Perspektive gemeinsam verbindliche Grundsätze zu Fragen der jeweiligen Berufsaus-übung, des Berufszugangs, der Weiterbildung und der Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit der Restaurierung zu erarbeiten – und damit vor allem Qualität und der Kompetenzen bei der Erhaltung des kulturellen Erbes zu stärken.  
Denn immer noch bieten in Deutschland selbsternannte „Restauratoren“ ohne oder mit minimalster fachlicher Ausbildung ihre „Künste“ auf dem Markt an: Es ist unverständlich, dass dies aufgrund nichtvorhandener gesetzlicher Regelung fast überall noch legal ist. Dabei müsste allen Verantwortli-chen längst klar sein, dass darin ein großes Gefahrenpotential für die Unversehrtheit des nationalen Kulturerbes besteht. Beide Berufsgruppen sind sich deswegen einig: Die Ausbildung ist entscheidend. Ohne gesetzlich geregelte und anerkannte Ausbildung wird man weder Restaurator noch Restaurator im Handwerk!

Denkmalpflege und Restaurierung in Deutschland genießen international einen guten Ruf, der vor allem auf dem Engagement und Spitzenkönnen der Akteure beruht. Hier gilt es, mit Fingerspitzenge-fühl aufzubauen, nicht Hand ans Fundament zu legen. Eine Nivellierung der Restaurierung durch Aushöhlung der Zugangskriterien und Abstriche an der Qualität würde Kulturgut- und Verbraucher-schutz schwächen. Die Restauratoren/-innen und die Restauratoren/-innen im Handwerk machen sich gemeinsam für das Kulturerbe stark! Ihr definiertes Spezialistentum und ihre sie verbindende Begeisterung bringen sie für die Stärkung von Baukultur und Denkmalpflege ein. Die Initiative ist inspiriert von der Ausrufung des Europäischen Jahres des Kulturellen Erbes, ECHY, im Jahr 2018.  
Anlage: Initiativpapier von RiH und VDR

Restaurator im Handwerk e.V.  Schlossweg 6, 55756 Herrstein, www.restaurator-im-handwerk.de

Verband der Restauratoren e.V. Haus der Kultur, Weberstraße 61, 53113 Bonn, www.restauratoren.de

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Fenster, Türen, Tore: Instandhaltung von Holz im Außenbereich,
Workshop für Denkmaleigentümer am 16. und 17. Juni 2016

Regelmäßige Pflege und kleine Instandhaltungsmaßnahmen verlängern die Lebensdauer von Bauteilen aus Holz – sie gehören zu den Aufgaben jedes Bauherren. Ziel des Seminars Fenster, Türen, Tore ist es, Schäden am eigenen Gebäude einzuschätzen sowie Werkzeuge und Materialien kennen zu lernen, die für regelmäßige Pflege und Instandhaltung erforderlich sind.
An Hand von praktischen Übungen wird die Fähigkeit vermittelt, kleine Reparaturen und Unterhaltsanstriche selbst auszuführen. Die Teilnehmer sind aufgefordert, dazu ein Bauteil (Fensterflügel, Fensterläden oder Türblätter) aus dem eigenen Anwesen mitzubringen, das während des Seminars bearbeitet wird. Persönliche Fragestellungen können berücksichtigt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Aus dem Programm:
Vermittlung denkmalfachlicher Grundsätze zur Instandhaltung von Bauteilen aus Holz, Dokumentieren von Instandhaltungsmaßnahmen, Erkennen und Beurteilen des Bestandes, typische Schadensbilder, konstruktiver Holzschutz, Grundausstattung an Werkzeug, einfache Holzreparaturen, praktischer Umgang mit historischen Leinölfarben.

Referenten:
Susanne Nitschel M.A., Bauarchiv Thierhaupten Dipl.-Restaurator Josef Meiler

Datum und Ort:
16. und 17. Juni 2016, 9:00 bis ca. 17:00 Uhr
Bauarchiv Thierhaupten, Klosterberg 8, 86672 Thierhaupten

Anmeldung bis zum 27.05.2016 per Email oder Fax an bauarchiv@blfd.bayern.de bzw. 08271/8157-55.
Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Geeignete Arbeitskleidung ist von den Teilnehmern selbst mitzubringen.

Übernachtungsmöglichkeiten:
Klostergasthof Thierhaupten, Tel. 08271/81810
Gasthof Neuwirt Bayerdilling, Tel. 09090/ 96880
Gasthof Neue Post Meitingen, Tel. 08271/2348

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege  08271/8157-10 bauarchiv@blfd.bayern.de
Klosterberg 8, 86672 Thierhaupten 08271/8157-55 www.blfd.bayern.de
Ansprechpartner: Susanne Nitschel M.A., Bauarchiv Thierhaupten, Bayerisches Fortbildungs- und Beratungszentrum für Denkmalpflege

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Putzreparatur und -ergänzung,
Workshop für Denkmaleigentümer am 9. -10. Juni 2016

Fast jedes Denkmal konfrontiert seine Besitzer mit Putzschäden. Eine gelungene Reparaturmaßnahme setzt voraus, dass die Ursachen der Schäden bekannt sind und dass die besonderen Anforderungen von historischem Mauerwerk und Putz berücksichtigt werden.

Das Seminar Putzreparatur und -ergänzung vermittelt den Teilnehmern Kenntnisse zu Schäden und möglichen Schadensursachen sowie zu Materialien und Reparaturmöglichkeiten. Über praktische Übungen und Anschauung sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, Schäden einzuschätzen und kleinere Ergänzungen selbst auszuführen. Wenn möglich, sind eigene Problemstellungen mit einzubringen (z.B. Fotos, Putzproben). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Aus dem Programm:
Vermittlung denkmalfachlicher Grundsätze zur Putzinstandsetzung, kleine Einführung in Putztechnologie, Putzschäden und ihre Ursachen, Einführung in Werkzeuge, Techniken und Materialien, praktischer Umgang mit Baustellenmischungen und Werktrockenmörtel

Referenten:
Dipl.-Ing. Elke Hamacher, Bauarchiv Thierhaupten
Günter Höck, Meister im Stuckateurhandwerk, Restaurator im Handwerk

Datum und Ort:
9. und 10. Juni 2016, 9:00 bis ca. 17:00 Uhr
Bauarchiv Thierhaupten, Klosterberg 8, 86672 Thierhaupten

Anmeldung bis zum 27.05.2016 per E-Mail oder Fax an bauarchiv@blfd.bayern.de bzw. 08271/8157-55.
Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Geeignete Arbeitskleidung ist von den Teilnehmern selbst mitzubringen.

Übernachtungsmöglichkeiten:
Klostergasthof Thierhaupten, Tel. 08271/81810
Gasthof Neuwirt Bayerdilling, Tel. 09090/ 96880
Gasthof Neue Post Meitingen, Tel. 08271/2348

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege  08271/8157-10 bauarchiv@blfd.bayern.de
Klosterberg 8, 86672 Thierhaupten 08271/8157-55 www.blfd.bayern.de
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Elke Hamacher, Bauarchiv Thierhaupten – Bayerisches Fortbildungs- und Beratungszentrum für Denkmalpflege

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Pressemitteilung, 20. April 2016

Europäisches Kulturerbejahr 2018 wird durch die Europäische Kommission vorgeschlagen

Am 19. April 2016 verkündete Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, im Rahmen des Europäischen Kulturforums in Brüssel die Absicht der Europäischen Kommission, im Jahr 2018 ein Europäisches Kulturerbejahr durchzuführen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kultusministerkonferenz, die kommunalen Spitzenverbände und das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) begrüßen dies ausdrücklich.
Das Kulturerbejahr folgt einer gemeinsamen Anregung des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände und soll unter dem Motto „Sharing Heritage“ stattfinden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wertet die Entscheidung als große Chance: „Der Reichtum unserer Kultur hat stets auch eine europäische Dimension. Das können wir gemeinsam mit unseren Partnern durch das Europäische Kulturerbejahr noch mehr ins öffentliche Bewusstsein bringen. Denkmale und Kulturgüter sind aufgrund ihrer Authentizität und Anschaulichkeit besonders geeignet, die Breite der Gesellschaft mit Geschichte und Kultur in Berührung zu bringen.“
Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch begrüßt als Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz die breite Unterstützung auf europäischer Ebene für ein Kulturerbejahr: „Das vielseitige und unterschiedliche kulturelle Erbe ist nicht nur Teil einer lokalen Identität, sondern auch Teil unserer europäischen Geschichte und Grundpfeiler unserer kulturellen Vielfalt. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie etwa der Flüchtlingszuwanderung und der Finanzkrise können wir mit dem Europäischen Kulturerbejahr das Verbindende der gemeinsamen kulturellen Wurzeln und zugleich die kulturelle Vielfalt des Kontinents in den Blickpunkt rücken.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremer Senatorin für Kinder und Bildung Claudia Bogedan möchte mit dieser Initiative besonders die junge Generation ansprechen: „Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass wir Kinder und Jugendliche sowie die Menschen, die bislang nur bedingt einen Zugang zum kulturellen Erbe gefunden haben, erreichen. Baudenkmale bieten sich an, gerade die jüngere Generation mit Geschichte und Kultur in Berührung zu bringen - insbesondere auch unter Nutzung der modernen Medien und Digitalisierungstechnologien. Wir müssen das Bewusstsein für denkmalpflegerische Aspekte bei den Erben des Erbes wecken, also besonders bei Kindern und Jugendlichen.“
Die kommunalen Spitzenverbände betonen die Möglichkeit, das kulturell Verbindende innerhalb Europas aufzuzeigen und zu präsentieren. Dazu erklären der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, der Beigeordnete des Deutschen Landkreistages, Jörg Freese sowie der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg:
„Es gibt mehr Gemeinsamkeiten der europäischen Völker als häufig vermutet. Es gilt, den gemeinsamen europäischen Kulturraum sichtbar zu machen, der zum Beispiel durch die Idee der Europäischen Stadt als weltweit besonderes städtebauliches Konstrukt geschaffen worden ist. Dieser gemeinsame Kulturraum sollte als starkes verbindendes Element auch in aktuellen politischen Diskussionen herausgestellt werden.“
Hintergrund: Dem Vorschlag der Europäischen Kommission waren seit Ende 2013 weitreichende Bemühungen, insbesondere von Bund, Ländern, Kommunen und des DNK vorausgegangen. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD empfiehlt eine europaweite Initiative für ein neues Denkmalschutzjahr. Im März 2015 hatten sich Bund und Länder im Rahmen der Kultusministerkonferenz darauf geeinigt, diese Aktivitäten zu unterstützen und das DNK beauftragt, die Vorbereitungen in Angriff zu nehmen. Das DNK hatte daraufhin einen inhaltlichen Vorschlag innerhalb einer Reflection Group „Cultural Heritage and EU“ erarbeitet. Deren Konzeptvorschlag war im November 2015 in Berlin erfolgreich öffentlich vorgestellt und an die Europäische Kommission übergeben worden. Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union hatten bereits frühzeitig ihre grundsätzliche positive Haltung zu der Initiative signalisiert und werden nun darüber in ihren Gremien beraten.
Bei der Umsetzung des Europäischen Jahres innerhalb der Bundesrepublik Deutschland wird das bauliche und archäologische Erbe ein Schwerpunkt sein. Es soll als unmittelbar erlebbarer und flächendeckend sichtbarer Ausgangspunkt bei der Vermittlung der zentralen Botschaften des Kulturerbejahres dienen. Aber auch andere Aspekte des materiellen und immateriellen Kulturerbes werden erfahrbar. Literatur, bildende Künste oder die gemeinsame europäische Musiksprache und Geschichte, wie sie beispielsweise in Museen und Archiven bewahrt, erforscht und präsentiert werden, sollen im Sinne eines ganzheitlichen Kulturerbebegriffs einbezogen werden.

Ein Programmbeirat berät das DNK bei der Vorbereitung der Aktivitäten auf nationaler Ebene.
1975 fand das vom Europarat ausgerufene Europäische Denkmalschutzjahr statt. Es ist das bislang einzige europaweite Aktionsjahr, das sich explizit mit dem baukulturellen Erbe Europas beschäftigt. In seinem Ergebnis stand unter anderem die europäische Denkmalschutz-Charta.

Kontakt:
Die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien, Sabine Kieselbach, Pressesprecherin, Tel.: 030/18 272- 4131
Kultusministerkonferenz, Torsten Heil, Pressesprecher, Tel.: 030/25418 – 462
Deutscher Städtetag, Volker Bästlein, Pressesprecher, Tel.: 0 30/3 77 11-130
Deutscher Landkreistag, Dr. Markus Mempel, Pressesprecher, Tel.: 0 30/59 00 97-312
Deutscher Städte- und Gemeindebund, Franz Reinhard Habbel, Pressesprecher, Tel.: 0 30/7 73 07-225
Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz, Björn Bernat, Pressereferent, 030/32091-776

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Monumento 2016 Rückblick

Die edelste Form der Vergoldung: Seltenes Handwerk auf der Monumento Salzburg

Alle zwei Jahre im Januar trifft man während der Fachmesse für Denkmalpflege in Salzburg auf Handwerksbetriebe, die sich auf Restaurierung und Konservierung spezialisiert haben. Ein Event, das mit selten gewordenen Handwerkstechniken überrascht.

Im Periodensystem der Elemente ist es mit der Ordnungszahl 79 erfasst, und es gehört zu den ersten Metallen, die von Menschenhand bearbeitet wurden. Die Rede ist von Gold. Dieses gelb-glänzende Metall hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt, und ebenso faszinierend ist das Handwerk, mit dem man einfache Materialien „vergoldet“.
Einer, der die Vergoldung in besonderer Weise beherrscht, ist Dirk Meyer. Der Goldschmiedemeister aus Maierhöfen im Allgäu hat im Januar 2016 auf der Monumento Salzburg mit Exponaten aus seiner Werkstatt den deutschen Gemeinschaftsstand und die Präsenz der Restauratoren im Handwerk e. V. bereichert.
Was Dirk Meyer auszeichnet, ist die mittlerweile recht selten gewordene Technik der Feuervergoldung. Meyer verarbeitet Feingold, das er zu einer Legierung mit Quecksilber bringt. Nach dem Auftragen des zähflüssigen Goldamalgams, wird das Quecksilber unter Feuer bei 300°C „abgeraucht“. Das Gold bleibt zurück und verbindet sich fest mit dem Grundmetall.
Die Anfänge der Feuervergoldung (auch Amalgamvergoldung genannt) liegen im Dunkeln. Soviel aber weiß man: Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. wandte man diese Technik in China an. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Feuervergoldung durch die galvanische Vergoldung ersetzt. Heute gibt es nur noch wenige Experten, die unter Einhaltung strengster umwelttechnischer Vorschriften und mit dem Einsatz modernster Methoden, dieses Handwerk ausüben.
Dirk Meyer ist einer von ihnen. Seine Arbeiten findet man in Europa, Nordamerika, Asien und Australien. Vor allem sind es Antiquitäten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Messkelche, Metallgitter oder vergoldete Uhrengehäuse, die er restauriert. Sogar die Krone und der Säbel des Sultans von Oman und auch die gläserne Kutsche des niederländischen Königshauses, 1815 anlässlich der Krönung von Wilhelm I. gebaut, standen bereits in Dirk Meyers Werkstatt.
20 Handwerksunternehmen aus den verschiedenen Bereichen der Denkmalpflege präsentierten sich während der Monumento am deutschen Gemeinschaftsstand. Das Herzstück bildeten die Ausstellungsstücke der Vereinsmitglieder aus der Interessensgemeinschaft Restaurator im Handwerk e. V. Der Verein sorgt mit seinem Gütesiegel für hohe Qualität. Fortbildungen und Seminare gehören ebenso zu seinen Aufgaben, wie die Teilnahme an der Denkmalmesse. Das Fachpublikum, Entscheider aus Kirchen, Denkmalämtern und Museen sowie Eigentümer von denkmalgeschützten Objekten, konnten sich am deutschen Gemeinschaftsstand von den Handwerksleistungen von Dirk Meyer und seinen Vereinskollegen überzeugen.
Eine Antiquitätensammlerin aus Lichtenstein war besonders angetan von den Vergolderarbeiten: Es könnte ein neuer Auftrag für Dirk Meyer werden. „Wenn man einzigartig ist, nimmt man immer einen Auftrag mit“, so ist seine Erfahrung mit Messebeteiligungen.
Die nächste Denkmalmesse Monumento findet im Januar 2018 statt. Interessierte Handwerksunternehmen erhalten Informationen bei Bayern Handwerk International.

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Hinweis zur Veröffentlichung der Pressemitteilung:
Text und Bilder stehen für eine Veröffentlichung kostenfrei zur Verfügung, unter Berücksichtigung der Quellen (wie unten angegeben). Wir bitten Sie um ein Belegexemplar bzw. um ein PDF, mit dem Einverständnis, es auf den Internetseiten von Bayern Handwerk International veröffentlichen zu dürfen. Bayern Handwerk International behält es sich vor, die Pressemeldung mehreren Fachmagazinen und Verbandszeitungen vorzulegen.

Text:
Bayern Handwerk International
Maria Weininger
www.bh-international.de

Bild:
Dirk Mayer
Atelier für Feuervergoldung (Maierhöfen)
www.feuervergoldung.eu

 

Die Möbelrestaurierung in der Denkmalpflege: Entwicklung - Bewahrungsauftrag - Realität von Dr. Dipl.-Rest. (FH) Katharina von Miller

Schriftenreihe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Die Geschichte der Möbelrestaurierung ist ein weitgehend unerforschtes Gebiet. Dabei gehen die Anfänge einer bewussten Erhaltung holzsichtiger Ausstattungen in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Welche Ziele verfolgte man damals, welche Techniken und Materialien fanden Anwendung? Wie wandelten sie sich im Laufe der Zeit und was beeinflusste diese Entwicklungen? Der Autorin gelingt es, ein vielschichtiges Bild hiervon zu zeichnen. Anhand zahlreicher Fallbeispiele erfolgt eine Gegenüberstellung von denkmalpflegerischen Grundsätzen und restauratorischen Ergebnissen. Die Auswertung schriftlicher Zeitdokumente erlaubt eine Analyse charakteristischer Zeitströmungen auf dem Gebiet der Möbelrestaurierung. Ergänzt durch restauratorische Beobachtungen und naturwissenschaftliche Untersuchungen lassen sich damit beispielsweise der Beginn, der Höhepunkt oder auch der Niedergang bestimmter Materialien und Techniken zurückverfolgen. Die Archivalien geben Hinweise auf die denkmalpflegerische Intention, durch die die Restaurierungen beeinflusst wurden. Dieser Rückblick und die Beobachtung der auf uns gekommenen Restaurierungsergebnisse erlauben auch Aussagen über die Nachhaltigkeit der angewandten Restaurierungsmethoden. Wollen wir heute einen adäquaten Umgang mit diesem Erbe finden, so ist es unabdingbar, sich mit den hier geschilderten historischen Gegebenheiten auseinanderzusetzen.

Die Möbelrestaurierung in der Denkmalpflege: Entwicklung - Bewahrungsauftrag – Realität von Dr. Dipl.-Rest. (FH) Katharina von Miller

Politisch unbequeme Denkmale, Umgang mit Zeugnissen der NS-Zeit

Politisch unbequeme Denkmale, Umgang mit Zeugnissen der NS-Zeit
„Politisch unbequeme Denkmale (Umgang mit baulichen Zeugnissen der NS-Zeit)“ lautete der Titel der Sektion 1 einer großen Veranstaltung, die das Landesdenkmalamt Berlin 2014 ausgerichtet hatte. Sektion 1 widmete sich dem Umgang mit dem Erbe der NS-Zeit, etwa der Martin-Luther-Gedächtniskirche in Tempelhof, der ehem. NS-Ordensburg Vogelsang oder der Heeresversuchsstelle in Kummersdorf. Insgesamt sechs Beiträge näherten sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Thematik an und präsentierten dabei Ansätze und Konzepte für einen Umgang vorrangig mit den baulichen Zeugnissen der NS-Zeit, um sie vor dem Verfall und damit auch ihre meist „unbequeme Vergangenheit“ vor dem Vergessen zu bewahren.
Im Auftrag der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger und des Verbands der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland hatte das Landesdenkmalamt Berlin Anfang Juni 2014 zu einer gemeinsamen Jahrestagung unter dem Titel „Zwischen Welterbe und Denkmalalltag – Erhalten, Erschließen, Engagieren“ in die Bundeshauptstadt eingeladen. Sieben Sektionen beschäftigten sich mit verschiedenen Themenschwerpunkten, um eine aktuelle Positionsbestimmung der bundesdeutschen Denkmalpflege und ihrer Entwicklungspotenziale zu wagen. Die Veranstalter hatten das Programm der Sektionen so angelegt, dass alle Themen sowohl für Boden- als auch für Bau- und Kunstdenkmalpfleger oder Gartendenkmalpfleger von Interesse waren und eine spartenübergreifende Erörterung erleichtert wurde.
Der vorliegende Band dokumentiert die Vorträge von Sektion 1 dieser Jahrestagung, ergänzt um ein bisher unveröffentlichtes Manuskript von Hans-Ernst Mittig. Ein weiterführender Beitrag stellt den Tagungsort der Sektion vor, die ehemalige Villa des „Reichssportführers“ auf dem Berliner Olympiagelände, die exemplarisch für die Vielzahl von weniger bekannten Hinterlassenschaften der NS-Zeit in Berlin steht

Siehe auch:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/aktuelles/index.shtml

Politisch unbequeme Denkmale, Umgang mit Zeugnissen der NS-Zeit

Die Broschüre ist kostenfrei im Landesdenkmalamt Berlin erhältlich.
Bitte E-Mail an: christine.wolf@senstadtum.berlin.de

Jahrestagung 2015 in Rottweil

Die diesjährige Jahrestagung der "Bundesvereinigung Restaurator im Handwerk e.V." fand  vom 23.-25.10.2015 in Rottweil im Neckartal in den Räumen der Holzmanufaktur Rottweil GmbH statt. Die Bundesvereinigung sieht sich als gemeinsame Vertretung von Restauratoren im Handwerk in der Bundesrepublik Deutschland. Zahlreiche Mitglieder aus ganz Deutschland folgten der Einladung und waren sehr angetan von den historischen Gegebenheiten und den aktuellen baulichen Entwicklungen in Rottweil. Es fanden Führungen im Neckartal statt durch Gerald Mager und Stefan King sowie Stadtführungen von Gerald Mager, Stefan King und Hermann Klos.
Neben der Jahresmitgliederversammlung beschäftigten sich die Tagungsteilnehmer mit Fragen zur Restaurierungsethik, zu verbandsinternen Strukturen und Perspektiven der zukünftigen Arbeit.

Von rechts nach links : Der neue Vorstand der "Bundesvereinigung Restaurator im Handwerk e.V.": Frank Sprenger (Geschäftsführer), Hajo Ross (Vorstandsmitglied zuständig für Öffentlichkeitsarbeit), Dieter Beck (Vorstandsmitglied zuständig für Fachgruppenarbeit), Hermann Klos (Vizepräsident), Bernd Jäger (Präsident), Georg Dengel (Vorstandsmitglied zuständig für Landesgruppenarbeit)

Denkmalbrief

Der Monat September war traditionell von vielen Veranstaltungen geprägt, auf denen wir auf unsere denkmal 2016 hinweisen konnten. Der 23. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz führte uns nach Lippstadt, in der Hansestadt Wismar fand der 10. Internationale Kongress Backsteinbaukunst statt und zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals waren wir Gäste der Eröffnungsveranstaltung in Halle (Saale). Zu all diesen Veranstaltungen nehmen wir Sie heute rückblickend gern auf die Reise mit, so auch zum diesjährigen Tag des Handwerks.
 
Der September ist aber auch der Monat, in dem wir mit der Ausstelleransprache für die Beteiligung an der nächsten denkmal begonnen haben.
 
Und mit dem heutigen denkmalbrief starten wir unsere neue Rubrik „Nachgefragt“. Darin äußern sich die Mitglieder des denkmal-Beirats zu aktuellen Herausforderungen in der Denkmalpflege und Restaurierung. Den Anfang machen Dr. Uwe Koch, Leiter der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, und Bernd Jäger, 1. Vorsitzender des Vereins Restaurator im Handwerk e.V.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Hier kommen Sie zur Seite.

Jahrestagung von Restaurator im Handwerk

Sehr geehrte Restauratoren,

vom 23. Oktober – 25.Oktober 2015 findet in der Holzmanufaktur Rottweil die Jahrestagung von Restaurator im Handwerk statt! Wir würden uns freuen, wenn einige daran teilnehmen würden!

Hier finden Sie weitere Infos als PDF zum Download:

Programm
Anmeldung
Anfahrt
Hotels

Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe „Fachliche Fragen der Denkmalpflege“ des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK)

Bernd Jäger wurde in die Arbeitsgruppe „Fachliche Fragen der Denkmalpflege“ des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) aufgenommen. Er vertritt so die Arbeit  und die Ziele des Nationalkomitees  sowie der Arbeitsgruppe nach außen und wirkt zudem als Schnittstelle zwischen dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und dem DNK.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz setzt sich für die Erhaltung unseres kulturellen Erbes ein. Es bildet eine Schnittstelle in der Länder, Gemeinden, Kirchen, Fachorganisationen, Vereine und private Bürgerinitiativen zusammenarbeiten können. Auch ermöglicht das DNK den Erfahrungsaustausch über Methoden, Chancen und Grenzen im Umgang mit Kulturdenkmalen. Auf der Grundlage internationaler Vereinbarungen nutzt das Komitee seine Kontakte, um dem Denkmalschutz Gehör zu verschaffen. Es hat sich dazu verpflichtet, dass der Denkmalschutz in allen Bereichen des Lebens berücksichtigt wird.

 

Gespräch mit Herrn Dr. Harzenetter

In dem Gespräch zwischen dem Runden Tisch der Restauratoren im Handwerk und dem Vorsitzenden der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, Herrn Dr. Markus Harzenetter ging es um die Bedeutung der handwerklichen Denkmalpflege in der Gegenwart und in der Zukunft.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel

Geschäftsmöglichkeiten in Israel

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages eine eintägige Informationsveranstaltung in Berlin, um deutsche Unternehmen über ihre Geschäftschancen beim Erhalt historischer Gebäude in Israel zu informieren. Diese Informationsveranstaltung findet am 08. Mai 2015 im Deutschen Institut für Normung e.V., Budapester Straße 31 in Berlin statt.

Im Februar 2014 war im Deutschen Architektenblatt zu lesen, dass ein Appell zur Rettung von Bauten der Frühmoderne in Tel Aviv an Architekten in Deutschland gerichtet wurde. Die israelische Metropole verfügt über die größte Konzentration von Bauten aus den 1930er-Jahren. Noch etwa 4.000 Häuser sind erhalten, von denen die Hälfte unter Denkmalschutz steht. Ein Großteil der „Weißen Stadt“ ist jedoch in schlechtem Zustand und muss saniert oder grundlegend instand gesetzt werden. Doch für die Restaurierung fehlt im Land oft das Knowhow. Gerade diese Ausgangssituation bietet großes Potential für deutsche Architekten, Restauratoren und spezialisierte Handwerker.

Erfahren Sie hier mehr.

Schinkelpreis 2015 vergeben

Bereits zum 6. Mal hat der Verein Restaurator im Handwerk e.V. den Sonderpreis innerhalb der Architekturaufgabe für besondere Leistungen zum Thema Denkmalschutz und Denkmalpflege ausgelobt. Dieses Jahr konnte der Preis an einen Studenten der TU Cottbus, David Hein, vergeben werden, der mit dem Beitrag seine Bachelorarbeit einreichte.
Thema war 2015 eine Industriebrache auf dem Gelände des Kraftwerks Klingenberg in Berlin-Lichtenberg, auf dem noch ein denkmalgeschützter Industriebau von Hans Heinrich Müller steht. Die Aufgabenstellung forderte, das sich „der Beitrag […] in besonderer Weise mit dem vorhandenen Bestand auf dem Wettbewerbsgebiet auseinandersetzt und im Entwurf sowohl der Außen- wie der Innenräume einen sensiblen Umgang mit der originalen Bausubstanz der denkmalgeschützten wie auch anderer Bestandsbauten auf dem Gelände“ zeigt. Der Verfasser hat für das Gelände eine Seilbahn vorgesehen, die das Gebiet über die Spree mit der S-Bahnstation Treptower Park verbindet. Die Endstation ist in das historische Gebäude integriert, das damit zum Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung des Gebietes werden soll.

Aus der Begründung: Ein in der Denkmalpflege oft geforderter, aber selten erreichter Grundsatz – eine dem Denkmal angemessene Nutzung zu finden – ist hier […] umgesetzt worden. Das historische Technikgebäude erhält wieder eine technische, aber zeitgemäße Nutzung. Die Eingriffe in die denkmalgeschützte Substanz sind minimiert und vertretbar. Auch die ergänzenden Nutzungen wie Ateliers, Bars und Werkstätten respektieren den Bestand als eingestellte Kuben und machen – ebenso wie der die ganze Breite ausfüllende Konzertsaal - die Großstruktur des Gebäudes erlebbar. Insgesamt ist in dieser Arbeit sowohl der konzeptionelle Ansatz als auch die konkrete Umsetzung auf der Gebäudeebene überzeugend.“

Von den eingereichten Arbeiten hatten nur zwei Verfasser das Thema Denkmalpflege als Vertiefung angegeben – einer davon der Preisträger. Noch immer scheint das Thema Denkmalpflege keinen besonderen Reiz auf junge Architekten auszuüben, obwohl die Aufgabenstellung nicht sehr restriktiv formuliert war. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftig mehr Teilnehmer die besondere Herausforderung einer Bauaufgabe im Bestand entdecken. Dem Preisträger wünscht der Verein Restaurator im Handwerk viel Glück für seinen beruflichen Anfang und eine sensible Hand bei ähnlichen Aufgaben.

Facebookseite der Landesgruppe RLP, H, SR jetzt für den gesamten Verein geöffnet!

Jedes Mitglied kann Bilder (mit kurz Beschreibung), Berichte, ect. an die Landesgruppensprecherin RLP, H, SR Linda Wadewitz schicken.
E- Mail Adresse: l.wadewitz@restaurator-im-handwerk.de

Sie wird diese dann einsehen und einpflegen. Eine rege Beteiligung wäre sehr Begrüßt! Die Resonanz ist sehr gut!!

Der Name der Seite wurde bereits entsprechend geändert und der Anhang LG- RLP, H, SR entfernt.

Info zur Seite:

Es werden hier:
- Bilder von den LG-Treffen hochgeladen
- Messetermine eingetragen
- die Zeitung unterstützt
- Mitgliederverzeichnis unserer LG verlinkt
- Kostenlose Werbung für uns und den Verein, kostenlose Mitgliederwerbung, Interesse bei Nachwuchskräften wecken
- LG-Mitgliedern die Möglichkeit geboten, Fotos ihrer aktuellen Arbeiten mit einem kurzen Bericht zu veröffentlichen, die ich dann online stellen werde
- Weitere Ideen gerne willkommen

JEDER, auch wer nicht bei Facebook angemeldet ist, kann sich die Seite ansehen, unter:

www.facebook.com/restauratorimhandwerk.de